Habitatmodelle in der Naturschutzplanung

Auch in Projekten, bei welchen eine breite Datenbasis gegeben ist (z.B. umfangreiche Telemetriedaten), ist es häufig eine große Herausforderung, aus diesen Daten konkrete Flächenbilanzen abzuleiten sowie Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen zu planen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass die Untersuchungsergebnisse auch einer relativ hohen Erfassungsintensität meist nur einen Teil der tatsächlichen Situation abbilden. Daher muss in vielen Fällen zumindest für Teilbereiche des Untersuchungsgebiets mit Prognosen gearbeitet werden.

Solche Prognosen können mittels Experteneinschätzungen vorgenommen werden. Objektiver, detaillierter und ggf. auch räumlich präziser sind jedoch statistische Modelle auf Basis von reellen Daten. Mittels statistischer Modelle kann die Lebensraumeignung auch von solchen Teilbereichen des Untersuchungsgebiets berechnet werden, für welche aktuell keine Art-Nachweise vorliegen (Habitateignungsmodelle). Um ein Habitateignungsmodell erstellen zu können, müssen die spezifischen Habitatansprüche der jeweiligen Art in der geografischen Region bekannt sein. Aus diesen Daten können dann biotische und abiotische Schlüsselfaktoren herausgefiltert werden, die das Vorkommen der Art beeinflussen.

Verbreitung geeigneter Habitate im Modell Habitat der Bechsteinfledermaus

Bechsteinfledermaus

Aufgrund unserer breiten Erfahrungen in diesem Bereich können wir in neuen Projekten jeweils an die speziellen Fragestellungen angepasste Modelle entwickeln und so Erkenntnisse gewinnen, die über die Daten aus Felderfassungen hinausgehen.

Aktuelle Veröffentlichungen

Im Januar 2017 wurde der Forschungs-bericht zum F+E-Vorhaben "Fledermäuse und Windkraft im Wald" veröffentlicht. Das BfN hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben.

Hier geht es zu den Artsteckbriefen als Anhang zu Kapitel 1.

 

Im Sommer 2015 erschien unser Buch zur Ökologie gefährdeter Fledermausarten in Baden-Württemberg.

 

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